Application Portfolio Management (APM)

Viele Unternehmen verfügen über eine historisch gewachsene Applikationslandschaft, die zunehmend unübersichtlich, kostenintensiv und schwer steuerbar ist. Ohne Transparenz über den Beitrag, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit einzelner Anwendungen entstehen Redundanzen, technische Schulden und Modernisierungsstaus. Es fehlt eine belastbare Grundlage, um das Applikationsportfolio gezielt zu optimieren und an den Geschäftszielen auszurichten.

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Lösungsansatz

Das Application Portfolio Management (APM) dient der systematischen Erfassung, Bewertung und Steuerung der gesamten Applikationslandschaft eines Unternehmens. Ziel ist es, Transparenz über bestehende Anwendungen, deren Beitrag zum Geschäftserfolg sowie deren technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu schaffen. Im Rahmen des APM werden Applikationen nach strategischem Nutzen, technischer Qualität, Kosten, Risiken und Lifecyclebewertet. Dadurch entsteht eine fundierte Basis, um Redundanzen zu vermeiden, technische Schulden zu reduzieren und Modernisierungspotenziale zu identifizieren.

Vorgehensweise

  1. Ist-Erhebung und Kategorisierung: Erfassung aller Anwendungen inklusive Geschäftsbezug, Technologie, Kosten, Nutzung, Reifegrad und Lifecycle
  2. Bewertung und Analyse: Beurteilung entlang definierter Kriterien wie strategischer Fit, Business Value, technischer Qualität, Betriebskosten und Risiken
  3. Visualisierung und Mapping: Darstellung von Abhängigkeiten zwischen Anwendungen, Geschäftsprozessen und Organisationseinheiten (z. B. Heatmaps, Relationship Maps, Cluster-Diagramme)
  4. Rationalisierung und Optimierung: Identifikation von Redundanzen, Konsolidierungs- und Modernisierungspotenzialen
  5. Governance und Operating Model: Definition von Rollen, Prozessen und KPIs zur Steuerung und Pflege des Anwendungsportfolios
  6. Roadmap und Handlungsempfehlungen: Entwicklung eines Optimierungsplans mit Quick Wins und priorisierten Initiativen

Dauer

  • Typischer Zeitrahmen: 2–6 Monate
  • Einflussfaktoren: Größe des Anwendungsportfolios, Komplexität der IT-Landschaft, Datenverfügbarkeit und -qualität, Grad der Integration mit anderen Systemen, Anzahl und Verfügbarkeit der Stakeholder, Gewünschter Detaillierungsgrad, Tool-Unterstützung oder Organisatorische Rahmenbedingungen

Ergebnisse

  • Vollständiges, strukturiertes Application Inventory mit Bewertung nach definierten Kriterien
  • APM-Dashboard oder Portfolio-Report mit Visualisierungen (Heatmaps, Kostenanalysen, Reifegradmodelle)
  • Identifizierte Optimierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen (z. B. TIME-Klassifizierung – Tolerate, Invest, Migrate, Eliminate)
  • Handlungsempfehlungen zur Konsolidierung, Modernisierung oder Ablösung von Anwendungen
  • Governance-Modell inkl. Rollen, Verantwortlichkeiten und KPIs
  • Roadmap zur schrittweisen Weiterentwicklung und Steuerung des Anwendungsportfolios

Nutzen

  • Transparenz & Steuerbarkeit: Klare Sicht auf die gesamte Applikationslandschaft und deren Wertbeitrag
  • Kosteneffizienz & Modernisierung: Identifikation von Einsparpotenzialen und gezielte Reduktion technischer Schulden
  • Strategische Ausrichtung: Optimierung des Portfolios entlang der Geschäftsziele und Zukunftsfähigkeit
  • Nachhaltige Governance: Strukturierte Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Anwendungsportfolios
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